Estnisches Straßenmuseum

Überblick

Das Estnische Straßenmuseum liegt im Kreis Põlvamaa im Dorf Varbuse auf der Anlage der ehemaligen Postkutschenstation Varbuse, es handelt sich um eine Struktureinheit des Transportamtes, das dem Wirtschafts- und Kommunikationsministerium untersteht. Das Museum wurde 2005 für Besucher geöffnet und sein Ziel besteht darin, die Geschichte des estnischen Wegenetzes, des Wegebaus und des Transports zu sammeln, zu erhalten, zu erforschen und darüber zu informieren. Zur Sammlung des sich auf etwa zehn Hektar erstreckenden Museums gehören mehr als 43.000 Musealien, darunter auch die größte Sammlung von Straßenhobeln in Osteuropa.

Das Estnische Straßenmuseum teilt sich bedingt in zwei Teile auf – der zweite Teil liegt auf der anderen Seite des historischen Postwegs. Die Erstellung einer Ausstellung nahm ihren Anfang mit der am besten erhaltenen Anlage einer Postkutschenstation in Estland, deren Alter heute fast 160 Jahre beträgt. Hier wurde 2005 die erste ständige Ausstellung „Geschichte des Wegs“ eröffnet, welche die Geschichte der Entwicklung des Wegenetzes und der Fortbewegungsweisen in Estland von der Vorgeschichte bis heute erzählte. Die Ausstellung erzielte die höchste Anerkennung der estnischen Museen, den Titel Museumsratte 2006. Heute befinden sich auf derselben Anlage die neue ständige Ausstellung „Gute Wege!“, ein Kindermuseum, eine sommerliche Ausstellung von Pferdewagen und zeitweilige Expositionen.

Im Jahr 2010 stellte das Straßenmuseum „Wegezeit“ fertig, eine innovative Freiluft-Ausstellungsumgebung, ein historischer Wegeraum, für Kinder einen Verkehrscampus und eine repräsentative Ausstellung von Straßenbaumaschinen. Bis heute wurde alles noch erweitert und im Sommer sind Besucher auch in der kleinen Maschinenhalle herzlich willkommen, also in einem offenen Magazin, dort thronen die besten Beispiele des estnischen Maschinenbaus und wird über die Herausbildung des öffentlichen Personennahverkehrs in Estland informiert.

Seit dem Sommer 2019 ist ein neues Ausstellungsgebäude des Museums geöffnet. Auf einer Fläche von 1500 m² Größe befindet sich die Exposition „Herrschaft der Maschinen“ und hierbei werden imposante Maschinen ausgestellt, die in Estland bis 1985 Straßen gebaut haben. Unter ihnen befindet sich auch Bitvargen – der erste selbstfahrende Straßenhobel, der 1926 aus Schweden in Estland eintraf. Ebenso überdenkt die Ausstellung die Nutzungspraxis von Autos in den Jahren 1920–2000 und erzählt darüber, wie aus dem Auto als Luxusgut heutzutage ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand wurde. Der Aufbau der Ausstellung konzentriert sich auf drei große Bereiche: die automobile Kultur, Straßenbaumaschinen und eine Exposition zur Verkehrserziehung. Dadurch erhält der Besucher einen ganzheitlichen Überblick über den Einfluss des Autozeitalters auf die Geschichte des estnischen Straßennetzes und des Verkehrs.

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